Guten Morgen! Heute ist Sonntag, der 15. Februar 2026, und wir berichten über die geplanten US-Iran-Gespräche in Genf unter Vermittlung Omans, neue Vorwürfe europäischer Staaten im Fall Alexej Nawalny sowie über millionenschwere US-Zahlungen an Drittstaaten für Abschiebungen – und vieles mehr.

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Das Wichtigste

Oman vermittelt: US‑Iran‑Gespräche sollen in Genf nächste Woche stattfinden

Die Schweizer Regierung bestätigte am Samstag, dass eine neue Runde indirekter Gespräche zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran in Genf für die kommende Woche geplant ist, und dass der Sultanat Oman als Vermittler fungiert. Die Schweizer Regierung wies zugleich darauf hin, sie unterstütze diplomatische Vermittlung und stehe dafür zur Verfügung. 
Die Ankündigung folgt auf erste indirekte Gespräche am 6. Februar 2026 in Maskat, an denen unter anderem der US‑Sondergesandte Steve Witkoff und iranische Vertreter teilgenommen hatten. Ziel der Fortsetzung in Genf ist nach Angaben der USA insbesondere die Begrenzung des iranischen Nuklearprogramms; Schweizer Seiten machten keine Angaben zu konkreten Tagen der Verhandlungen. Reaktionen aus Washington und Teheran wurden in der Mitteilung nicht im Detail wiedergegeben.

Fünf europäische Staaten: Epibatidin in Navalny‑Proben nachgewiesen

Am Samstag erklärten die Außenministerien Großbritanniens, Frankreichs, Deutschlands, Schwedens und der Niederlande, Laboranalysen hätten Epibatidin in Proben von Alexei Navalny zweifelsfrei bestätigt. Epibatidin ist ein hochwirksames Nervengift, das natürlicherweise in bestimmten Pfeilgiftfröschen vorkommt. 
Die Minister sagten, Russland habe Mittel, Motiv und Gelegenheit zur Durchführung einer solchen Vergiftung gehabt und meldeten den Fall bei der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW). Navalny war 2024 in russischer Haft, russische Behörden hatten zuvor andere Todesursachen genannt.

US‑Regierung zahlte Millionen an Drittstaaten für Abschiebungen

Ein Bericht der demokratischen Mitarbeitenden des US‑Senatsausschusses für auswärtige Beziehungen, veröffentlicht Mitte Februar 2026, kommt laut Medienberichten zu dem Ergebnis, dass die Regierung seit Herbst 2025 Dutzende Millionen US‑Dollar für Abschiebungen an Drittstaaten ausgezahlt hat. Die Associated Press berichtete, die Ausgaben beliefen sich auf mindestens 40 Millionen US‑Dollar für rund 300 Abschiebungen, ein Teilbetrag von rund 32 Millionen US‑Dollar wurde nach Angaben weiterer Berichte an fünf Länder (Equatorial Guinea, Ruanda, El Salvador, Palau und Eswatini) gezahlt. 
Der Bericht kritisiert demnach pauschale Zahlungen an Empfängerländer, fehlende Kontrolle über die Verwendung der Mittel und Fälle, in denen bereits innerhalb kurzer Zeit erneut US‑finanzierte Rückführungen in die Herkunftsländer erfolgt seien. Die Demokraten im Ausschuss bezeichneten die Praxis als kostspielig und schlecht überwacht, das Außenministerium verteidigte die Verfahrensweise als Instrument zur Durchsetzung von Rückführungen. Der Bericht nennt Einzelfälle mit sehr hohen Kosten pro Person (beispielsweise Ruanda: mehrere Millionen Dollar für wenige Personen) und verweist auf laufende Verhandlungen mit zahlreichen weiteren Drittstaaten.

Im Überblick

Sport, Unterhaltung & Kultur

Sao Paulos offizielle Karnevalsfeiern starteten mit Paraden der Spitzen-Samba-Schulen im Anhembi-Sambadrome. 

Arundhati Roy zog ihre Teilnahme an der Berlinale zurück nach Kritik an Aussagen des Jury-Präsidenten über Politik im Film. 

Die nigerianische Musikerin Bianca 'Clayrocksu' Okorocha bringt mit Überraschungs-Serenaden Romantik in Lagos’ Straßen. 

Beim Argungu-Festival in Nigeria kollabierten mehrere Athleten während der Vorentscheidungen und wurden ins Krankenhaus gebracht.

Wissenschaft & Technologie

Ein durch KI erzeugtes Video zeigt Brad Pitt und Tom Cruise in einem kurzen Kampf-Szenario und löst Debatten über Urheberrecht aus. 

In Bitlis baden Bauern Wasserbüffel in 40-Grad-Thermalquellen, um Heilung und Milchqualität im Winter zu fördern. 

In Kano gewinnen Vermittlungs-Websites an Popularität und erleichtern zunehmend Heiratsvermittlungen in der konservativen Stadt. 

Pop Mart versucht, virale Designer-Spielzeuge wie Molly und Labubu in dauerhaft erfolgreiche Marken zu verwandeln.

Wirtschaft & Märkte

Die VAE haben ihr Nicht-Öl-Handelsvolumen zwischen 2021 und 2025 nahezu verdoppelt und streben Hongkong und Singapur herauszufordern. 

Europa sucht neue Balance zwischen USA und China und führte hochrangige Gespräche mit Chinas Außenminister in Bayern. 

Bahrain und Ägypten vermitteln zwischen den VAE und Saudi-Arabien wegen eines diplomatischen Bruchs über Sicherheitsbedenken.

Politik & Weltgeschehen

Jeffrey Epsteins frühere Freundin Karyna Shuliak heiratete 2013 eine US-Bürgerin und erhielt später Green Card und Staatsbürgerschaft. 

Eine Elite-Mittelschule in Japan löste Online-Kontroverse aus, nachdem Prüfungsaufgaben Texte über das palästinensische Leben enthielten. 

Über hundert Künstler unterstützten die UN-Berichterstatterin Francesca Albanese öffentlich trotz Forderungen nach ihrem Rücktritt. 

Beim AU-Gipfel in Äthiopien wächst die Jugendfrustration über Korruption und mangelnde Rechenschaftspflicht. 

Kanadas Premier Mark Carney und Oppositionsführer hielten bei einer Mahnwache Händchen zur Ehrung der Opfer eines Schulmassakers.

Und außerdem

Merz dreht den Hahn zu CDU-Chef Friedrich Merz hat für den kommenden Bundesparteitag ein striktes Alkoholverbot während der Arbeitsphasen verhängt, um die Konzentration der Delegierten auf das ehrgeizige Programm zu sichern (Mehr).

Der Wolf tanzt mit Im nordrhein-westfälischen Borken musste ein Karnevalszug kurzzeitig gestoppt werden, weil ein echter Wolf am Straßenrand gesichtet wurde, der das närrische Treiben jedoch friedlich beobachtete (Mehr).

Zoff beim „Gentleman-Sport“ Beim olympischen Curling sorgte ein Streit zwischen Schweden und Kanada für einen Eklat, als der Kanadier Marc Kennedy auf Betrugsvorwürfe mit Flüchen reagierte, die über die Mikrofone live im TV zu hören waren (Mehr).

Wau-Wau-Karneval am Zuckerhut Beim traditionellen „Blocao“ in Rio de Janeiro paradierten hunderte verkleidete Hunde bei 30 Grad Hitze, während ihre Besitzer die Veranstaltung für eine Demonstration gegen Tierquälerei nutzten (Mehr).

Der Bio-Schalter für den Mann US-Forscher haben pünktlich zum Valentinstag einen molekularen „Schalter“ in Spermien entdeckt, dessen Blockade die Zellen bewegungsunfähig macht und so den Weg für eine nichthormonelle „Pille für den Mann“ ebnen könnte (Mehr).

Robo-Dogs bewachen die WM In der mexikanischen WM-Stadt Guadalupe wurden zur Vorbereitung auf 2026 vierbeinige Roboterhunde vorgestellt, die künftig mit Kameras und Sensoren in Fan-Zonen patrouillieren sollen (Mehr).

Historisches: Die Stadt St. Louis wurde von Pierre Laclède und Auguste Chouteau als Handelsposten gegründet (1764); Das Schlachtschiff USS Maine explodierte im Hafen von Havanna und trug zur Eskalation zum Spanisch‑Amerikanischen Krieg bei (1898); Bei einer Schussattacke in Miami überlebte der designierte US‑Präsident Franklin D. Roosevelt; der Bürgermeister von Chicago, Anton Cermak, wurde tödlich verwundet (1933); Die letzten sowjetischen Truppen verließen Afghanistan und beendeten damit den militärischen Einsatz der UdSSR (1989); Ein Meteor explodierte über der Region Tscheljabinsk in Russland und verletzte Hunderte durch Splitter und Glasscherben (2013).

„Eine Reise von tausend Meilen beginnt mit dem ersten Schritt.”
– Laotse

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